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Duisburg
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Vom hässlichen Entlein zur Stadt von Welt

Industriegestank, Schimmi-Town, grau, heruntergekommen, abgehängt wer mit solchen Vorurteilen in die Stadt kommt, wird bitter enttäuscht. Duisburg hat nach den Stahlkrisen in den 80ern seinen Strukturwandel sichtbar begonnen. Auch wenn mit ThyssenKrupp und Mittal die Welt-Stahl-Führer in der Rhein-Ruhr-Stadt produzieren, hat sich Duisburg neu aufgestellt.


Zum Beispiel auf dem ehemaligen Krupp-Gelände in Rheinhausen. Logport I ist für die Logistikbranche eine erste Adresse. Hier offenbart sich die erfolgreiche Zusammenarbeit des Duisburger Hafens mit den Seehäfen in Rotterdam und Antwerpen. Waren für ganz Europa werden von den Küstenstädten ins Binnenland transportiert, in Duisburg umgepackt und umsortiert und dann zu den Kunden gebracht, die ebenso in Spanien sitzen wie in Rumänien oder Russland. Logport I ist so begehrt, dass die Duisburg Hafengesellschaft Duisport gerade erst auf dem gegenüberliegenden Rheinufer mit Logport II die kleine Schwester entwickelt.

Ein bisschen von der großen Bedeutung des Duisburger Hafens lässt sich bei den Hafenrundfahrten erahnen, die von Ostern bis in den Herbst angeboten werden. Zum Beispiel im Innenhafen. Noch vor 20 Jahren wurde hier, in der Kornkammer des Ruhrgebietes, in Lagern, Silos und Mühlenbetrieben geschwitzt. Heute sitzen in den Industriegebäuden Krankenkassen, Architekturbüros, große Reiseanbieter oder auch ein Museum. Es wird also weiterhin dort gearbeitet, dank einer abwechslungsreichen und reichhaltigen Gastronomieszene und einer hochwertigen Wohnbebauung aber auch vorzüglich gefeiert und gelebt.

Der Innenhafen ist eng verbunden mit dem englischen Stararchitekten Norman Foster. Er hatte einen Masterplan für den Innenhafen entwickelt und mit diesem Konzept die Grundlage für das international beachtete Erfolgsmodell Innenhafen gelegt. Foster ist es auch, der derzeit einen vergleichbaren Plan für die Duisburger Innenstadt entwickelt. Die hatte in den vergangenen Jahren ihre Bedeutung, Zentrum des Niederrheins zu sein, stark eingebüßt. Das soll sich ändern. So wird Duisburg ab 2007 über ein neues Veranstaltungs- und Kongresszentrum verfügen, in dem die Westdeutsche Spielbank Gesellschaft ihr größtes und modernstes Kasino hat.

Direkt gegenüber entsteht bis 2008 ein fast 60 000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum, mitten im Herzen der City. Die steigende Attraktivität Duisburgs als Einkaufsstadt geht einher mit einem abwechslungsreichen Freizeitangebot. Der Zoo Duisburg spielt auf den vorderen Plätzen der deutschen Tiergärten mit. Der Landschaftspark Nord ist international beachtete Adresse für Veranstalter, die den besonderen Charme der alten Industriegebäude für ihre Konzerte, Theateraufführungen, Kongresse oder ähnliches bevorzugen. Mit der Regattabahn verfügt Duisburg über eine weltweit erste Adresse für Ruderer und Kanuten und für alle, die Naherholung im üppigen Grün zwischen Ruhrgebiet, Rheinland und Niederrhein suchen.

Quelle: RP-ONLINE

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Bild-Nr.: Königstraße-Brunnen_20090806_08
Duisburg

   


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