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Fotograf

  

Friedhelm Krischer

geb. 21.8.1961

Ausbildung zum Industriefotografen 1984-1987
Angestellter Fotograf 1987-1993
Produktionsleiter in der Filmbranche 1993-1994
Seit 1994 selbstständig

http://www.krischerfotografie.de
http://www.friedhelmkrischer.de
http://www.objektfotografie.com
http://www.augenreize.de




Foto: © Charly K. Kanzen

Vita


Friedhelm Krischer, geb. 1961 in Duisburg-Rheinhausen, erlernte nach einer kaufmännischen Ausbildung das Fotografenhandwerk 1984-87 beim Obermeister der Fotografeninnung Joachim Mut. Nach einem kurzen Ausflug in die Filmbranche spezialisierte er sich danach auf die Architektur- und Industriefotografie. 1994 machte er sich selbstständig und arbeitet deutschlandweit und international für Kunden aus den Bereichen Architektur, Projekt- und Stadtentwicklung, Laden- und Messebau und Objektgestaltung. Anfang 2007 eröffnete der Fotograf ein Studio für gewerbliche Fotografie in der Werhahnmühle am Innenhafen in Duisburg.

Neben seiner internationalen Auftragsfotografie für Architekten erstellt der Fotograf in freier Arbeit ein umfangreiches Bildarchiv mit zur Zeit über 2500 Fotoaufnahmen zur städtebaulichen Entwicklung am Innenhafen in Duisburg. Das professionelle Bildmaterial nutzen regelmäßig Redakteure und Firmen aus ganz Deutschland für Recherche und Publikationen.

Seit vielen Jahren begleitet Friedhelm Krischer mit seiner Kamera den Strukturwandel des Innenhafens. Seine Fotoimpressionen prägen die visuelle Kommunikation dieses Stadtteils. Sie vermitteln eine positive Sichtweise des revitalisierten Stadtquartiers mit seiner historischen Speicherzeile und den Neubauten rennomierter Architekten (www.innenhafenbilder.de).

Auszüge dieser freien Arbeiten zeigt der Fotograf regelmäßig in Ausstellungen. Die eindrucksvoll ästhetisierend abgelichteten Motive erinnern an die Ambitionen alter Landschaftsmaler wie Giovanni Antonio Canal, genannt Canaletto (so ein Pressekritiker zur letzten Ausstellung). Diesen Ansatz betont der Fotograf auch in der Ausarbeitung seiner Ausstellungsmotive. Die digital fotografierten Aufnahmen werden in einem speziellen Verfahren großformatig auf Künstlerleinen transferiert und auf Keilrahmen gespannt.



Interview

Interview anlässlich des 10-jährigen Bestehens von
FRIEDHELM KRISCHER FOTOGRAFIE am Innenhafen Duisburg.

Innenhafen-Portal:
Herr Krischer, was hat sie vor zehn Jahren an den Duisburger Innenhafen gebracht?

Friedhelm Krischer:
Seit 1987 reise ich als Fotograf zu den jeweiligen Projekten meiner Auftrageber www.objektfotografie.com (Anm. der Redaktion). Die Aussicht darauf, dass weltweit bekannte und renommierte Architekten nun „zu mir“ in den Innenhafen nach Duisburg kommen und ihre Projekte quasi vor meiner Haustür realisieren würden, war Anreiz genug, mich hier niederzulassen und den Dialog zu suchen.

Innenhafen-Portal:
Wie haben Sie die Entwicklung des ehemaligen „Brotkorbs des Reviers“ zu einem lebendigen Stadtteil aus ihrer fotografischen Perspektive erlebt?

Friedhelm Krischer:
Der Reiz der alten Mühlen- und Speichergebäude war für mich als Ur-Duisburger und als Fotograf schon immer vorhanden. Bereits vor mehr als zwanzig Jahren nutzte ich den Innenhafen als Sujetgeber für etliche Fotoaufnahmen. Die Anmutung des Quartiers hat sich sukzessive vom dunklen, schmutzigen Milieu zum lebendigen, trendigen Stadtteil gewandelt. Seit der Masterplan des Architekten Sir Norman Foster erlebbare Realtät wurde, interessierte sich auch die Öffentlichkeit zunehmend für den Innenhafen. Es war dann ein schönes Gefühl, auf meinen Fotoreisen auch im Ausland neugierig von Menschen zum Innenhafen befragt zu werden und nicht mehr den alten Klischees vom schmutzigen Ruhrpott begegnen zu müssen.

Innenhafen-Portal:
Sie haben den bekannten Masterplan von Norman Foster bereits erwähnt. Wo liegen ihrer Meinung nach die Stärken der Konzeption?

Friedhelm Krischer:
Zum einen in der behutsamen Behandlung der vorhandenen Substanz alter Mühlen- und Speichergebäude, die den Innenhafen seit mehr als 100 Jahren charakterlich prägten respektive prägen und in der konsequenten Gegenüberstellung quaderförmiger neuer Gebäude für Wohnen und Arbeiten. So wurde der Eindruck eines gewachsenen, atmosphärischen Stadtviertels erhalten geschaffen und eine oft manchmal spannende Harmonie erzeugt. Die Duisburger Innenstadt wurde durch die neu entstandenen Grachten an das Wasser herangeführt und der Innenhafen somit ein belebender Bestandteil der Innenstadt .

Innenhafen-Portal:
Was meinen Sie, warum der Strukturwandel hier im Innenhafen so erfolgreich funktioniert?

Friedhelm Krischer:
Da gibt es wie so oft im Leben mehrere Gründe: Zum einen gibt es durch die Umbaumaßnahmen den spürbaren Mehrnutzen für die Bevölkerung. Neben den Büros wurde attraktiver Wohnraum innerhalb der Stadt geschaffen und der Trend zu den Randgebieten gestoppt. Und es hat sich eine, auch außerhalb der Stadt bekannte, Gastronomieszene etabliert, sodaß der Innenhafen auch abends lebendig bleibt. Die Kombination aus Arbeiten, Leben und Wohnen geht hier eine ideale Kombination ein. Ein preiswürdiges Lob gebührt insbesonders der Innenhafen Duisburg Entwicklungsgesellschaft für die verantwortungsvolle Umsetzung des Masterplanes von Sir Norman Foster. Die Qualität des Masterplanes ist natürlich die Basis für den oben beschriebenen Erfolg.

Innenhafen-Portal:
Vielen Dank für das Gespräch!


Duisburg im Mai 2004